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Digital Days – Virtual Reality

Während Frau Dia Log mit ihrer Freundin im Wohnzimmer über den übermäßigen Einsatz von Social Media und die damit verbundene Frage der Privatsphäre ausdiskutierten, Papa Diggi Tal zufrieden über die Fertigstellung des Spielzeugroboters zu den beiden zurückkehren wollte und nachdem Krankenpfleger Mo Deern gerade das Haus verlassen hatte, war ein lautes und schrilles Piepen aus dem Zimmer der Großeltern zu vernehmen. Sofort drehte sich Herr Diggi Tal auf der Stelle um und rannte dem Geräusch entgegen; im Zimmer angekommen, schrie er: „Es ist so weit. Ruft die Ärztin.“

Aufgeregt und entsetzt stürmen alle in das Zimmer – nur, um erleichtert festzustellen, dass Klein Tech Nick an einem der Kabel hängengeblieben ist. „Opa Tegno Log geht es gut“, erklärte der Junge.

Da jedoch der Notruf automatisch gesetzt wurde, stand wenige Minuten ein Erste-Hilfe Team sowie die Ärztin des Vertrauens. Dr. Flexi Bell, ebenfalls im Raum. Da es sich jedoch um einen Fehlalarm handelte, verließen die Sanitäter wortlos kopfschüttelnd wieder das Haus. Dr. Flexi Bell hingegen blieb noch einen Moment bei der Familie und beugte sich zu ihrem Patienten hin: „Sie haben uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“ Die Familie mit in das Gespräch einbeziehend, drehte sie sich auch zu ihnen: „Haben Sie sich denn noch einmal mit der Frage beschäftigt, ob eine Seniorenresidenz oder Pflegeheim nicht doch vorteilhafter wären?“

Virtual Reality

Kopfschüttelnd wehrte Herr Diggi Tal die Frage ab und sah auf den Beistelltisch, auf dem Dr. Flexi Bell bei ihrem letzten Besuch eine VR-Brille liegen ließ. Doch die Ärztin fuhr unbeeindruckt fort: „Wenn Sie möchten, können wir uns gemeinsam mit dieser Frage beschäftigen. Wir sehen uns gemeinsam die Optionen an und Sie können Ihre Entscheidung aufgrund Ihres Eindrucks treffen.“ Dank der modernen Technologie war es der Ärztin möglich, die Bilder der VR-Brille mit allen gleichzeitig zu teilen.

„Da ich weiß, dass Sie große Erwartungen haben, denke ich, dass es Ihnen mittels virtuellen Rundgangs um einiges leichter fallen wird. Solche Virtual Reality-Anwendungen werden in Zukunft viele Aspekte unseres Lebens bereichern, wenn nicht sogar grundlegend verändern. Und das auf privater als auch auf beruflicher Ebene; denn diese Entwicklung wird viele Unternehmensbereiche und alle Industrien betreffen; sodass wir letztendlich auch zu Hause noch stärker als jetzt schon davon profitieren können.“

Beeindruckt nimmt Klein Tech Nick die Brille entgegen. „Das ist so viel cooler als die Flyer oder Präsentationen, die wir uns im Internet angesehen haben.“ Ihrem Sohn Recht gebend stimmte Frau Dia Log zu und denkt an Ihre Firmenpräsentation nach außen und mit den Hürden, die sie jeden trag zu bewältigen hat. „Das stimmt. Wir Menschen, egal in welcher Position, entwickeln eine ständig höhere Erfahrungshaltung dank der permanenten Konfrontation mit neuen Eindrücken und Reizen. Diese Erwartungshaltung kann man v.a. in Bezug auf Termine oder auch in Verkaufsgesprächen erleben.“

Marketing in digitalen Zeiten

Bezugnehmend auf die Aussage von Frau Dia log bringt Dr. Flexi Bell ihre Gedanken zum Ausdruck. Während sie das Programm lädt, erklärt sie, dass die VR als innovatives Vertriebs- und Marketinginstrument ganz gewiss für einen WOW-Effekt sorgt. „Denn gerade durch das emotionale Erlebnis kommen die Botschaften überzeugender und auch nachhaltiger beim Verbraucher an als es mit herkömmlichen Methoden überhaupt möglich wäre.“

Auch Herr Diggi Tal versinkt in seinen Gedanken und überlegt, dass ihn auf Messen besonders jene Unternehmen im Gedächtnis geblieben sind und wirklich Eindruck hinterlassen haben, die sich durch solch derartige Technologien von ihrer Konkurrenz abheben konnten. Seiner Meinung nach profitierten just diese Unternehmen dadurch von einer erhöhten Aufmerksamkeit.

Virtueller Kundenservice

Sie weiß, dass das Kundenerlebnis während der gesamten Customer Journey einen entscheidender Erfolgsfaktor darstellt. Emotionale Erlebnisse bei der Beratung oder dem Produktkauf spielen dabei eine ständig größer werdende Rolle und beeinflussen die Kaufentscheidung maßgeblich. Dank Virtual Reality können nachhaltigere und effektivere Botschaften vermittelt werden, während Kunden in einer abgeschlossenen, virtuellen Umgebung mit dem Produkt oder der Dienstleistung interagieren. In einem Meeting mit Ihrem Marketingteam gab einer der Mitarbeiter zu verstehen, dass ihr Unternehmen auch nach dem Produktkauf im Service durch VR überzeugen könne. VR-Cardboards oder die eigene Website sind günstige Distributionsmöglichkeiten, um auch nachhaltig eine hohe Kundenzufriedenheit sicherzustellen.

Praxisnah: Digitales Lernen

Dr. Flexi Bell reißt Mutter Dia Log aus ihren Gedanken und wendet sich an die Gruppe: „Wissen Sie, so wie Sie sich aktuell einen persönlichen Eindruck verschaffen können, so bilden bereits viele Unternehmen ihre Mitarbeiter aus bzw. weiter. Nicht nur die großen Branchen wie Bau oder Produktion, auch im Krankenhaus wird teilweise dank VR der Umgang mit neuen Geräten geschult. Genauso wie andere Branchen profitieren wir alle vom nachhaltigen Effekt der VR-Technologie und erzielen damit sogar hervorstechende Lernergebnisse; denn unsere Fehler, die wir in der VR machen, haben keinen Einfluss auf die reale Welt und auch Prozesse müssen nicht extra unterbrochen werden.

Digitale Produktentwicklung

Opa Tegno Log, der vor Vitalität nur so zu strotzen scheint, setzt ebenfalls die VR-Brille auf; sofort ist es begeistert – weniger von dem, was er sieht, sondern viel mehr von der Technologie per se. „Meine Güte, was hätte das Leben einfach sein können, wenn wir damals schon auf diesem Stand gewesen wären. Ich habe eine Dokumentation gesehen, in der es hieß, dass viele Automobilhersteller auf diese Technik in Ihrer Produktionsentwicklung setzen. Könnt ihr euch das vorstellen? Es hieß, dass Ingenieure und Designer durch diese VR-Brillen einen direkten Eindruck von den Fahrzeugen und den Fahreigenschaften bekämen, sodass kein kosten- und zeitintensiver Prototyp mehr benötigt wird. Zusätzliche Änderungen könnten in sog. VR-Meetings direkt am virtuellen Prototyp vorgenommen werden.“ Er schüttelt ungläubig seinen Kopf, nimmt die Brille ab und schaut seine Frau, Oma Anna Log, an. „Solange unsere Ehe real bleibt, kann die Welt so virtuell werden wie sie will.“

Mit diesem Satz wussten alle, dass weder Opa Tegno Log allein noch beide Großeltern zusammen in ein Pflegeheim oder eine Seniorenresidenz ziehen werden. Die Familie beschloss:

„In Digital Days wie diesen profitieren wir alle von Zeitersparnis, mehr Flexibilität und Mobilität sowie von einem effizienteren Arbeiten, was wiederum für mehr Produktivität spricht. Jedoch kann weder die Digitalisierung noch die daraus resultierende Umweltfreundlichkeit zeitlos analoge, zwischenmenschliche Verbindungen trennen.“