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Digital Days – Machine Learning und künstliche Intelligenz

Während Tech Nick und Herr Diggi Tal im Kinderzimmer verschwinden und den Spielzeugroboter fertig bauen und weiter über die verschiedenen Auffassungen von Robotern diskutieren, sitzt Streber Stino, ein alter Freund der Familie, in seinen eigenen 4 Wänden. Vertieft in seine alltägliche Lektüre geht er gedanklich jeden einzelnen Schritt des eben Gelesenen durch.

„Es wäre doch gelacht, wenn eine künstliche Intelligenz tatsächlich schlauer ist als ich. ICH lerne seit Jahren alle möglichen Schachspielzüge und -strategien auswendig. Es ist absurd auch nur zu denken, dass ein Computer mich schlagen könnte.“

Wie schlau ist KI wirklich?

Seitdem er die Familie Log-Tal kennt und deren Faszination für die Digitalisierung miterleben durfte, verbringt der junge Stino täglich mehrere Stunden damit, alles über KI und Machine Learning zu begreifen. Sein Ziel ist es, die Schwäche seiner „digitalen Gegner“ ausfindig zu machen und sie somit vernichtend schlagen zu können. Der mehrmalige lokale Schachsieger fühlt sich persönlich angegriffen und von ihnen herausgefordert. Für Streber Stino ist Schach mehr als nur eine Kombination aus Zügen; Schach ist sein Leben. Und genau aus diesem Grund akzeptiert es nicht, dass eine künstliche Entität ihn darin schlagen könnte.

„KI wurde von Menschen entwickelt – Menschen haben Fehler; Menschen machen Fehler – ergo haben und machen auch KI Fehler. … wenn auch nur eine Verknüpfung nicht stimmt, passt am Ende das gesamte Konstrukt als solches nicht mehr, oder?!?“

Machine Learning wächst mit Informationen

„Unter’m Strich funktioniert das wie bei uns Menschen. Der Computer kann eine Katze auch nur als Katze identifizieren, weil er das irgendwann einmal gelernt hat. Als Kinder wissen wir am Anfang auch nicht, dass es sich bei solch einem Tier um eine Katze handelt. Wir wissen es erst, seitdem uns jemand gesagt hat, dass es eine Katze ist. Seitdem assoziieren wir gewisse Eigenschaften wie Schnurhaare, spitze Ohren, langer Schwanz oder auch Fell mit dem Tier, können aber Details wie Farbe und Größe bewusst verdrängen. Wir wissen seitdem einfach, dass es sich um eine Katze handelt – egal ob sie nun grau, braun, getigert, groß oder klein ist. Wenn nun also ein Programmierer dem Computer etwas Falsches erklärt hätte, würde er beispielsweise einen Fisch als Katze bezeichnen.“ Der Streber lächelt verschmitzt, weiß jedoch nur zu gut, dass solch ein profaner Fehler wohl kaum auftritt. Er denkt jedoch einen Schritt weiter und überlegt, dass der Computer nur einen einzigen Schachzug falsch gespeichert haben muss, damit sein menschlicher Gegenspieler gewinnt. „Verlockend“, beendet der Streber seinen Gedankengang, als sein Handy aufleuchtet.

Eine neue Nachricht von Frau Dia Log ist eingetroffen; in dieser erklärt sie ihm, dass ihre Firma nun endlich digital wird und in die Cloud geht. Die informationstechnische Forschung sei so weit, der Wirtschaft effektiv helfen zu können.

KI – Früher Utopie, heute Realität

Die rasant aufkeimenden Erkenntnisse sind so ausgereift, dass sie den Menschen in Verbindung mit KI in der Cloud zu echten Mehrwerten behelfen kann. Viele Aufgaben werden immer komplexer, dass man einer Maschine mit klassischen Programmierungen e nicht mehr vorgeben kann, wie sie etwas zu lösen hat. Anstelle dessen bringt man ihr nun selbstständiges Lernen bei, so dass dieser Aufgaben schlussendlich eigenständig lösen kann.

Frau Dia Log schreibt: „Ich weiß, dass war in der Vergangenheit sehr lange lediglich Utopie, heute ist es aber war. Maschinen lernen und arbeiten selbstständig – dank der KI ist das heutzutage Teil unserer Realität.“ Schachspieler Streber Stino nickt, denn so abgeneigt er der Vorstellung ist, gegen sie zu verlieren, ist er sich des aktuellen Status von KI-Technologien durchaus bewusst.

Ob Informationen, Muster oder Daten – dank Machine Learning erkennt eine Maschine die Auskünfte in kürzester Zeit. Binnen Sekunden werden sie aufbereitet, einsortiert und gespeichert – und das alles zuverlässiger als ein Mensch. Verhält sich eine Maschine gemessen an ihren aktuellen Zustandsdaten nicht wie gewünscht oder tritt ein Fehler auf, gilt es mittels Algorithmen den Aufbau zu optimieren.

Das „Gehirn“ der Maschine ist wie bei Menschen als neuronales Netzwerk aufgebaut. Je größer das Netzwerk an Informationen und je mehr Verknüpfungen diese untereinander aufweisen, desto ausgereifter ist die KI.

Dank Machine Learning erhält man tiefere Einblicke in Daten und Prozesse und ungeahnte Zusammenhänge lassen sich auffinden. Auf diese Weise wird Unternehmen ein Potential geboten, um betriebsinterne Abkäufe zu optimieren.

Allgemein – super – spezifisch

„Stino, hör bitte auf, KI mit Machine Learning gleichzusetzen. Du weißt doch, dass es einen Unterschied gibt“, klagt Frau Dia Log, woraufhin der streber erklärt: „Mittlerweile gehört Machine Learning zur General KI; das System lernt selbstständig. Als Super Ki hingegen bezeichnet man Systeme, die den Menschen übertreffen und in allem besser sind als er. Die Narrow KI hingegen ist nur auf einen speziellen Bereich ausgerichtet; Aufgaben, die über dieses Gebiet hinausgehen, sprengt ihre Grenzen. Also ist Machine Learning doch KI.“

Resigniert stimmt Frau Dia Log zu. „wir reden nachher weiter. Es hat geklingelt und Oma Anna Log kämpft wieder mit der Klingelanlage. Ich glaub, sie wird sich nie mit unserem Smart House anfreunden… Ciao.“

„Ciao.“, verabschiedet sich der Freund und widmet sich wieder seiner Lektüre.

Wer hat geklingelt? Und wieso piept es im Zimmer von Opa Tegno Log? Ist der Renter der Digitalisierung ebenso abgeneigt wie Oma Anna Log?

All das und noch viel mehr gibt’s nächstes Mal in den »Digital Days«…